Nico Schlotterbeck: 09 Fakten über den BVB-Abwehrchef


Nico Schlotterbeck gehört längst zu den prägenden Spielern von Borussia Dortmund. Der Innenverteidiger steht seit 2022 beim BVB, hat seinen Vertrag langfristig verlängert und ist auch in der deutschen Nationalmannschaft eine feste Größe.

Sein Weg dorthin verlief allerdings keineswegs geradlinig. In der Jugend wurde Schlotterbeck aussortiert, zwischenzeitlich spielte er sogar in einer niedrigeren Juniorenklasse. Heute steht er bei weit über 150 Pflichtspielen für Borussia Dortmund und 30 A-Länderspielen.

Zeit für 09 Fakten über Nico Schlotterbeck, die seinen Weg vom schwäbischen Nachwuchsfußball bis zum Führungsspieler beim BVB zeigen. 🖤💛

Aktuelles Update: Schlotterbeck verletzt sich beim DFB

Kurz vor Veröffentlichung dieses Beitrags gibt es leider eine neue Nachricht.

Schlotterbeck verletzte sich am Mittwoch im Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien am rechten Knöchel. Der 26-Jährige fällt damit für die Spiele gegen Serbien und Griechenland aus. Eine genaue Prognose, wie lange er Borussia Dortmund fehlen könnte, liegt derzeit noch nicht vor.

Wir aktualisieren diesen Abschnitt, sobald es eine gesicherte Diagnose beziehungsweise neue Informationen vom BVB gibt.

01 | Schlotterbeck wurde in Waiblingen geboren

Nico Schlotterbeck wurde am 1. Dezember 1999 in Waiblingen geboren und wuchs im schwäbischen Remstal auf.

Schon früh spielte Fußball eine große Rolle. Seine ersten Schritte machte er beim SC Weinstadt, ehe er in den Nachwuchs der Stuttgarter Kickers wechselte. Später folgten Stationen beim VfR Aalen und Karlsruher SC, bevor er 2017 zum SC Freiburg ging.

02 | Bei den Stuttgarter Kickers wurde er aussortiert

Dass Schlotterbeck einmal Nationalspieler und BVB-Führungsspieler werden würde, war keineswegs vorgezeichnet.

Bei den Stuttgarter Kickers wurde er nach der U15 nicht für die U16 übernommen. Schlotterbeck ging daraufhin für ein Jahr zum VfR Aalen und spielte dort in einer niedrigeren Juniorenklasse.

Anstatt das Ende seiner großen Fußballpläne zu akzeptieren, arbeitete er weiter. Über ein Probetraining gelang anschließend der Wechsel zum Karlsruher SC.

Rückblickend ist diese Phase vielleicht eine der interessantesten Geschichten seiner Karriere: Ein Spieler, der im Nachwuchs aussortiert wurde, schaffte es später bis in die Champions League und zur deutschen Nationalmannschaft.

03 | Eigentlich hätte es auch Tennis werden können

Fußball war nicht die einzige Sportart, für die Schlotterbeck Talent hatte.

Der heutige BVB-Verteidiger spielte früher auch Tennis und bezeichnete sich selbst rückblickend als durchaus talentiert. Irgendwann musste er sich allerdings zwischen Tennis und Fußball entscheiden.

Die Entscheidung fiel offensichtlich zugunsten des Fußballs aus.

04 | Fußball liegt bei den Schlotterbecks in der Familie

Nico ist nicht der einzige Profifußballer der Familie.

Sein älterer Bruder Keven Schlotterbeck schaffte ebenfalls den Sprung in die Bundesliga. Beim SC Freiburg standen beide sogar gemeinsam auf dem Platz.

Auch ihr Onkel Niels Schlotterbeck war Profifußballer und spielte unter anderem für die Stuttgarter Kickers, den MSV Duisburg und Hansa Rostock.

Interessant ist auch die Geschichte ihres starken linken Fußes: Vater Marc achtete nach eigener Aussage schon früh darauf, seinen beiden Söhnen den Ball bevorzugt auf den linken Fuß zu legen.

05 | Über Freiburg und Union führte sein Weg zum BVB

Beim SC Freiburg gelang Schlotterbeck schließlich der Durchbruch.

Sein Bundesliga-Debüt feierte er am 9. März 2019 gegen Hertha BSC. In der Saison 2020/21 wurde er an Union Berlin ausgeliehen, bevor er anschließend nach Freiburg zurückkehrte.

Im Sommer 2022 wechselte Schlotterbeck schließlich zu Borussia Dortmund.

Bis zum Ende der Saison 2025/26 absolvierte er laut BVB bereits 161 Pflichtspiele für Schwarzgelb, erzielte elf Tore und bereitete 18 weitere Treffer vor.

06 | Sein BVB-Vertrag läuft bis 2031

Im April 2026 setzte Borussia Dortmund ein deutliches Zeichen.

Schlotterbeck verlängerte seinen ursprünglich 2027 auslaufenden Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2031.

Bei der Vertragsverlängerung machte der Innenverteidiger auch sein persönliches Ziel deutlich: Er möchte mit Borussia Dortmund Titel gewinnen. Der BVB bezeichnete ihn dabei ausdrücklich als einen Führungsspieler der Mannschaft.

Damit ist Schlotterbeck langfristig einer der Spieler, um die herum die Dortmunder Defensive aufgebaut werden soll.

07 | Sieben Scorerpunkte als Innenverteidiger

Schlotterbecks Stärken beschränken sich nicht auf das Verteidigen.

In der Bundesliga-Saison 2025/26 sammelte er in 28 Einsätzen sieben Scorerpunkte. Für einen Innenverteidiger ist das eine bemerkenswerte offensive Ausbeute.

Dazu kommt seine Bedeutung im Spielaufbau. Als Linksfuß kann Schlotterbeck das Dortmunder Spiel aus der Defensive eröffnen und mit langen Pässen Linien überspielen.

Dass er auch selbst torgefährlich werden kann, hat er während seiner BVB-Zeit mehrfach gezeigt.

08 | U21-Europameister und 30 A-Länderspiele

Auch im DFB-Trikot hat Schlotterbeck bereits einiges erlebt.

2021 wurde er mit Deutschland U21-Europameister. Sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft folgte im März 2022.

Bei der Heim-EM 2024 kam er zweimal zum Einsatz und spielte im Achtelfinale gegen Dänemark in Dortmund über die komplette Distanz. Bei der WM 2026 war Schlotterbeck als Stammspieler eingeplant, ehe ihn eine Sprunggelenksverletzung im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste stoppte.

Beim 1:1 gegen die Niederlande am 24. September absolvierte Schlotterbeck schließlich sein 30. A-Länderspiel und stand über die kompletten 90 Minuten auf dem Platz.

Schlotterbeck gehört damit inzwischen zu den erfahrenen deutschen Nationalspielern seiner Generation.

Auch Schlotterbeck gehört zu den 20 BVB-Profis auf Länderspielreise, deren Spiele und Termine wir in unserem großen Überblick zusammengestellt haben.

09 | Nach 84 Tagen feierte er ein starkes BVB-Comeback

Eine der schwierigsten Phasen seiner bisherigen Karriere erlebte Schlotterbeck im Sommer 2026.

Bei der Weltmeisterschaft verletzte er sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Sprunggelenk. 84 Tage später stand er wieder für Borussia Dortmund auf dem Platz.

Und das Comeback hatte es in sich.

Beim 3:0 gegen den SC Paderborn kehrte Schlotterbeck direkt in die Startelf zurück und führte den BVB sogar als Kapitän aufs Feld. In seinen 76 Minuten gewann er 16 von 22 Zweikämpfen – 73 Prozent und damit der Bestwert aller eingesetzten Spieler. Zudem kamen 94 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an.

Nach einer langen Pause meldete sich Schlotterbeck damit eindrucksvoll zurück.

Umso bitterer ist die Nachricht von der erneuten Knöchelverletzung während der aktuellen Länderspielphase. Wie schwer diese tatsächlich ist und wann Schlotterbeck wieder für Dortmund spielen kann, sollte erst beurteilt werden, wenn weitere gesicherte Informationen vorliegen.

Nico Schlotterbeck: Vom aussortierten Talent zum BVB-Leader

Die Karriere von Nico Schlotterbeck zeigt ziemlich gut, dass ein Weg zum Profifußball nicht immer geradlinig verlaufen muss.

Bei den Stuttgarter Kickers aussortiert, über Aalen und Karlsruhe nach Freiburg, ein Jahr bei Union Berlin und schließlich der Wechsel zu Borussia Dortmund.

Heute hat Schlotterbeck mehr als 160 Pflichtspiele für den BVB absolviert, steht bei 30 A-Länderspielen und besitzt in Dortmund einen Vertrag bis 2031.

Seine Zweikampfstärke, sein linker Fuß und seine Qualitäten im Spielaufbau machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft.

Jetzt steht allerdings zunächst seine Gesundheit im Mittelpunkt. Sobald klar ist, welche Folgen die aktuelle Knöchelverletzung hat, aktualisieren wir den Beitrag.

Welcher Schlotterbeck-Moment ist euch beim BVB besonders in Erinnerung geblieben? 🖤💛

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