Was für ein bitterer Freitagabend für Borussia Dortmund! Der BVB hat am 9. Oktober 2026 gegen Werder Bremen mit 2:2 (0:0) gespielt. Dabei sah nach einer langen, zähen Partie alles nach dem fünften Bundesliga-Sieg im fünften Spiel aus: Daniel Svensson brachte uns in der 80. Minute in Führung, Nico Schlotterbeck legte fünf Minuten später nach. Doch Werder schlug in der Schlussphase zweimal zurück.
Vor der Begegnung hatten wir im Vorbericht zum Duell mit Werder Bremen die Ausgangslage beleuchtet. Als Tabellenführer ging Schwarzgelb mit vier Siegen aus vier Spielen in den fünften Spieltag. Am Ende bleibt trotz eines späten Zwei-Tore-Vorsprungs nur ein Punkt.
Viel Ballbesitz, aber wenig Torgefahr vor der Pause
Im Flutlicht-Heimspiel übernahm Dortmund zunächst die Kontrolle über den Ball, fand gegen die kompakt verteidigenden Bremer aber kaum Lücken. Werder konzentrierte sich auf die eigene Hälfte und lauerte auf Umschaltsituationen. So blieb die erste Halbzeit trotz der Dortmunder Spielanteile weitgehend ereignisarm. Zur Pause stand es 0:0.
Auch personell musste Trainer Niko Kovac umstellen: Maximilian Beier übernahm die rechte Schiene für den angeschlagenen Julian Ryerson, während Marcel Sabitzer anstelle von Konstantinos Karetsas begann. Einen Blick auf die jüngste Entwicklung des Griechen gibt es in unserem Beitrag über Karetsas und den Länderspielabend der BVB-Profis.
Svensson und Schlotterbeck lassen Dortmund jubeln
Die entscheidende Phase schien erst in der Schlussviertelstunde anzubrechen. In der 80. Minute landete der Ball nach einer Dortmunder Angriffsaktion bei Daniel Svensson, der zur erlösenden 1:0-Führung traf. Plötzlich war die zuvor schwerfällige Partie ein echtes Flutlicht-Spektakel.
Nur fünf Minuten später folgte der nächste Jubel: Nico Schlotterbeck köpfte nach einer Ecke von Konstantinos Karetsas zum 2:0 ein (85.). Wer mehr über unseren Abwehrchef erfahren möchte, findet seine Geschichte in 09 Fakten über Nico Schlotterbeck.
Werder Bremen trifft zweimal in den letzten Minuten
Die vermeintlich komfortable Führung hielt jedoch nicht. Ludovit Reis verkürzte in der 88. Minute mit einem Distanzschuss auf 2:1. Dortmund musste plötzlich wieder zittern. In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang dann ausgerechnet Ex-Borusse Niclas Füllkrug der Ausgleich zum 2:2.
Aus dem schon sicher geglaubten Heimsieg wurde damit ein schmerzhafter Punktverlust. Besonders ärgerlich: Zwischen dem 2:0 und dem Schlusspfiff lagen nur wenige Minuten. Die große Frage nach dieser Partie ist weniger, warum der BVB lange Anlaufzeit brauchte, sondern warum eine Führung kurz vor Schluss nicht über die Zeit gebracht werden konnte.
Was bedeutet das 2:2 für den BVB?
Nach dem perfekten Start mit vier Siegen hat Dortmund erstmals in dieser Bundesliga-Saison Punkte abgegeben. Die Mannschaft bleibt vorerst an der Tabellenspitze, muss die Schlussphase aber kritisch aufarbeiten. Positiv bleibt, dass Schwarzgelb auch in einer schwierigen Partie spät die nötigen Offensivaktionen fand. Umso bitterer ist, dass die Belohnung ausblieb.
Unser TV- und Streaming-Guide zum Bremen-Spiel bleibt als Rückblick auf die Übertragung verfügbar. Jetzt richtet sich der Blick auf die nächsten Aufgaben der Borussia.
Fazit: Zwei späte Tore zu wenig
80 Minuten Geduld, dann fünf Minuten Euphorie – und schließlich ein Doppelschock. Das 2:2 gegen Werder Bremen fühlt sich für uns nach zwei verlorenen Punkten an. Die Mannschaft von Niko Kovac hat gezeigt, dass sie auch gegen einen tief stehenden Gegner Lösungen finden kann. Sie hat aber ebenso erfahren, wie schnell eine scheinbar entschiedene Partie kippen kann.
Wie seht ihr das? War das vor allem Pech in der Schlussphase oder muss der BVB eine 2:0-Führung in der 85. Minute konsequenter verteidigen?