Borussia Dortmund empfängt Eintracht Frankfurt am Samstag, 24. Oktober 2026, zum Bundesliga-Topspiel. Um 18:30 Uhr rollt im ausverkauften Signal Iduna Park der Ball. Nach zwei Unentschieden in Folge will Schwarzgelb in der Liga wieder gewinnen – und könnte mit drei Punkten zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze springen.
Die Ausgangslage verspricht Spannung: Dortmund hat nach sechs Spieltagen 14 Punkte und stellt mit nur vier Gegentoren die beste Defensive der Bundesliga. Frankfurt reist als Tabellenelfter mit einer wechselhaften Bilanz an. Unser MEIN09-Vorbericht beleuchtet Form, Personal, Schlüsselduelle und die besondere Heimstärke gegen die Eintracht.
BVB gegen Eintracht Frankfurt: Die wichtigsten Spieldaten
- Wettbewerb: Bundesliga 2026/27, 7. Spieltag
- Datum: Samstag, 24. Oktober 2026
- Anstoß: 18:30 Uhr
- Spielort: Signal Iduna Park, Dortmund
- Schiedsrichter: Sven Jablonski
- Zuschauer: ausverkauft, 81.365 Tickets abgesetzt
Das Flutlichtspiel wird vor ausverkauftem Haus ausgetragen. Mehr als 7.000 Frankfurter Fans werden erwartet. Die Atmosphäre dürfte damit einen passenden Rahmen für eines der interessantesten Duelle des Spieltags bieten.
Dortmund will nach zwei Remis zurück auf die Siegerstraße
Vier Siege zum Saisonstart hatten dem BVB eine starke Grundlage verschafft. Zuletzt blieb die Mannschaft von Niko Kovač in der Bundesliga jedoch zweimal ohne Dreier. Gegen Werder Bremen reichte eine 2:0-Führung nur zu einem 2:2. Was dabei schiefging, haben wir im MEIN09-Spielbericht zum 2:2 gegen Werder Bremen aufgearbeitet.
Anschließend kam Dortmund bei Union Berlin nicht über ein 0:0 hinaus. Wie das torlose Spiel verlief, lest ihr in unserem Spielbericht zu Union Berlin gegen BVB. Das kostete Schwarzgelb die Tabellenführung, allerdings nur wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber Bayern München. Beide Vereine stehen vor diesem Spieltag bei 14 Punkten. Mit einem Heimsieg könnte Dortmund mindestens bis zum Bayern-Spiel am Sonntag wieder auf Platz eins klettern.
Entscheidend wird sein, die Kontrolle über die gesamte Spielzeit zu behalten. Gegen Bremen ließ der BVB spät zwei Punkte liegen; bei Union fehlte die Durchschlagskraft im Angriff. Frankfurt bietet die nächste Gelegenheit, beide Probleme anzugehen.
Stärkste Defensive der Liga als Dortmunder Trumpf
Eine auffällige Zahl spricht für den BVB: Erst vier Gegentore hat Dortmund in sechs Bundesliga-Partien zugelassen. Viermal blieb die Mannschaft sogar ohne Gegentor. Damit stellt Schwarzgelb vor dem Duell mit Frankfurt die beste Abwehr der Liga.
Diese Stabilität könnte gegen die Eintracht besonders wichtig werden. Die Hessen haben offensiv gefährliche Spieler, mussten defensiv aber schon 16 Gegentore hinnehmen – viermal so viele wie Dortmund. Gerade bei schnellen Umschaltmomenten wird es darauf ankommen, dass die Dortmunder Absicherung funktioniert.
Auch die Chancenverwertung ist ein Thema. Ein kontrolliertes Spiel allein garantiert keine Tore. Der BVB muss seine Möglichkeiten konsequent nutzen, ohne dabei die defensive Ordnung zu verlieren.
Eintracht Frankfurt: Wechselhafte Form und ein Erfolg gegen Köln
Frankfurt hat nach sechs Spieltagen zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem Konto und steht auf Rang elf. Besonders die deutliche 0:6-Niederlage bei RB Leipzig zeigte die defensiven Schwierigkeiten der Eintracht. Zuletzt gelang den Hessen mit einem 1:0 gegen den 1. FC Köln jedoch ein wichtiges Erfolgserlebnis – zugleich das erste Ligaspiel ohne Gegentor in dieser Saison.
Trainer Adi Hütter kennt die Bundesliga ebenso wie BVB-Coach Kovač. Beide standen sich bereits mehrfach gegenüber und haben zudem berufliche Berührungspunkte aus ihrer Zeit bei Eintracht Frankfurt und AS Monaco. Das Trainerduell verspricht daher auch taktisch interessante Entscheidungen.
Frankfurt dürfte versuchen, kompakt zu verteidigen und Dortmunder Ballverluste für schnelle Angriffe zu nutzen. Ein früher Treffer könnte die Spielanlage beider Mannschaften deutlich verändern.
Personal beim BVB: Karetsas und Lerma fehlen
Die Belastung der vergangenen Tage ist hoch: Nach den Auswärtsreisen nach Bodø, Berlin und Baku kehrt der BVB erstmals seit zwei Wochen wieder ins eigene Stadion zurück. Zuletzt gelang in Aserbaidschan ein 2:1-Erfolg, den wir im Spielbericht zum Champions-League-Spiel bei Sabah einordnen. Kovač berichtete vor dem Spiel, dass die aus Baku zurückgekehrten Spieler die Begegnung ohne neue Verletzungen überstanden hätten. Ein trainingsfreier Tag sollte bei der Regeneration helfen.
Konstantinos Karetsas fällt wegen einer Bandverletzung am Fuß weiterhin aus. Auch Justin Lerma steht aufgrund einer größeren Muskelverletzung nicht zur Verfügung. Kaua Prates hat muskuläre Probleme. Laut Bundesliga-Vorschau fehlen außerdem Emre Can und Giannis Konstantelias. Über die endgültige Startelf entscheidet der Trainer erst am Spieltag.
Besonders im Blickpunkt steht Nico Schlotterbeck. Mehr über den Abwehrchef erfahrt ihr in unseren 09 Fakten über Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger war nach einer Sprunggelenksverletzung vorzeitig von der Nationalmannschaft zurückgekehrt. Kovač hob seinen Einsatz und seine Bedeutung für die Mannschaft hervor. Ob und wie lange Schlotterbeck spielt, bleibt eine Frage der Belastungssteuerung.
Die voraussichtliche Aufstellung gegen Frankfurt
Die Bundesliga nennt als mögliche Dortmunder Formation ein 3-4-2-1. Eine denkbare Besetzung lautet: Kobel – Gadou, Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Bellingham, Nmecha, Svensson – Nwaneri, Beier – Guirassy. Das ist ausdrücklich eine Prognose und keine bestätigte Startelf.
Auch bei Frankfurt sind vor dem Anpfiff Änderungen möglich. Die offizielle Aufstellung beider Mannschaften wird üblicherweise rund eine Stunde vor Spielbeginn veröffentlicht. Wir verzichten deshalb auf vermeintlich sichere Personalentscheidungen, solange diese nicht bestätigt sind.
Direkter Vergleich: Frankfurt liegt dem BVB zu Hause
Die Bilanz im Signal Iduna Park spricht deutlich für Borussia Dortmund. Von den letzten 15 Bundesliga-Heimspielen gegen Frankfurt gewann Schwarzgelb 14. Insgesamt feierte der BVB gegen die Eintracht bereits 52 Bundesliga-Siege – gegen keinen anderen Klub so viele.
Auch bei den Toren ist die Statistik bemerkenswert: Gegen Frankfurt erzielte Dortmund in der Bundesliga bislang 208 Treffer. In den jüngsten 29 Heimduellen mit den Hessen blieb der BVB nie torlos. Das letzte Heimspiel der vergangenen Saison endete mit einem 3:2-Erfolg, das Hinspiel mit einem 3:3.
Statistiken entscheiden allerdings keine Begegnungen. Gerade nach zwei Unentschieden sollte sich Dortmund nicht auf historische Serien verlassen. Frankfurt hat gegen Köln gezeigt, dass die Mannschaft auch knappe Spiele gewinnen kann.
Drei Schlüssel zum Spiel
1. Die Anfangsphase nutzen
Ein energischer Start vor der Gelben Wand könnte Frankfurt früh unter Druck setzen. Der BVB sollte jedoch nicht kopflos anlaufen: Entscheidend ist, Chancen zu erarbeiten und gleichzeitig Konter abzusichern.
2. Die eigene Defensive stabil halten
Nur vier Gegentore in sechs Spielen sind eine starke Grundlage. Dortmund muss seine Abstände zwischen den Mannschaftsteilen auch dann halten, wenn viele Spieler in den Angriff nachrücken.
3. Bis zum Schluss konzentriert bleiben
Das 2:2 gegen Bremen bleibt eine Mahnung. Ein Spiel ist nicht nach einer Führung gewonnen. Gegen Frankfurt braucht Schwarzgelb Konzentration über 90 Minuten und eine konsequente Chancenverwertung.
Volles Haus und Flutlicht: Der Heimvorteil soll helfen
81.365 Zuschauer werden erwartet. Kovač betonte vor dem Spiel, wie wichtig ihm die Rückkehr ins eigene Stadion nach den langen Reisen ist. Die Fans könnten einen Unterschied machen, wenn die Partie eng wird.
Schiedsrichter Sven Jablonski leitet die Begegnung. An den Linien unterstützen ihn Eduard Beitinger und Dr. Martin Thomsen; Sören Storks ist als Video-Assistent eingeteilt.
So geht es nach Frankfurt weiter
Der Spielplan bleibt anspruchsvoll. Schon am Dienstag, 27. Oktober, trifft der BVB im DFB-Pokal erneut auf Werder Bremen. Am Samstag, 31. Oktober, steht das Auswärtsspiel beim FC Bayern München an. Vor dieser intensiven Woche wäre ein überzeugender Heimauftritt gegen Frankfurt besonders wertvoll.
MEIN09-Fazit: Ein wichtiges Heimspiel ohne Selbstläufer
Borussia Dortmund geht mit der besseren Tabellenposition, der stabileren Defensive und einer beeindruckenden Heimbilanz gegen Frankfurt in das Topspiel. Gleichzeitig haben die letzten beiden Bundesliga-Partien gezeigt, dass der BVB Führungen besser absichern und seine Angriffe effizienter abschließen muss.
Die Eintracht reist nach einem Sieg gegen Köln mit neuem Selbstvertrauen an. Deshalb darf sich Dortmund nicht von den unterschiedlichen Gegentorstatistiken täuschen lassen. Für Schwarzgelb geht es um drei Punkte, eine überzeugende Leistung und die Chance, zumindest vorübergehend wieder Tabellenführer zu werden.
Wo ihr das Spiel verfolgen könnt, erfahrt ihr in unserem TV- und Stream-Guide zu BVB gegen Frankfurt. Wie seht ihr das Duell? Welche Veränderungen sollte Niko Kovač gegen Frankfurt vornehmen? Diskutiert mit uns in der MEIN09-Community.