BVB – Werder Bremen: Pokal-Vorbericht – Wer zieht ins Achtelfinale ein?


Borussia Dortmund empfängt Werder Bremen am Dienstag, 27. Oktober 2026, zur zweiten Runde des DFB-Pokals. Um 20:45 Uhr beginnt im Signal Iduna Park das nächste Kapitel eines traditionsreichen Pokalduells. Für Schwarzgelb ist das Ziel klar: Nach dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt soll der dritte Pflichtspielsieg in Folge gelingen und das Achtelfinale erreicht werden. Doch Werder reist mit viel Selbstvertrauen nach Dortmund – und mit der Erinnerung an das jüngste 2:2 in der Bundesliga.

Der Pokal kennt keine Punkteteilung. Nach 90 Minuten muss gegebenenfalls in Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden werden, wer weiterkommt. Unser MEIN09-Vorbericht beleuchtet die Ausgangslage, die aktuelle Personalsituation, Werders Stärken und die wichtigsten Fragen vor dem Anpfiff.

BVB gegen Werder Bremen: Die Spieldaten

  • Wettbewerb: DFB-Pokal 2026/27, zweite Hauptrunde
  • Datum: Dienstag, 27. Oktober 2026
  • Anstoß: 20:45 Uhr
  • Spielort: Signal Iduna Park, Dortmund
  • Ziel: Einzug ins Achtelfinale
  • Übertragung: ZDF, Sky und BVB-App

Wer das Spiel nicht im Stadion verfolgt, findet alle Informationen zu Sendern und Livestreams in unserem MEIN09-Artikel zur TV- und Stream-Übertragung von BVB gegen Werder Bremen.

Dortmund mit Rückenwind aus zwei Siegen

Der BVB geht mit zwei wichtigen Erfolgserlebnissen in den Pokalabend. In der Champions League gelang bei Sabah FC ein 2:1-Auswärtssieg, in der Bundesliga folgte am Samstag das 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. Der späte Treffer von Maximilian Beier brachte Dortmund drei Punkte und neues Selbstvertrauen. Wie der knappe Heimsieg zustande kam, lest ihr in unserem Spielbericht zum 1:0 gegen Frankfurt.

Trotz der positiven Ergebnisse sieht Niko Kovač Verbesserungsbedarf bei der Chancenverwertung. Gegen Frankfurt erspielte sich Dortmund mehrere gute Gelegenheiten, musste aber bis zur 80. Minute auf den Siegtreffer warten. Im Pokal kann es gefährlich werden, wenn ein Gegner lange im Spiel gehalten wird. Schwarzgelb braucht deshalb neben Geduld auch mehr Konsequenz im Abschluss.

Werder kommt nach Auswärtssieg in Mainz

Auch Bremen hat am Wochenende gewonnen: Die Mannschaft setzte sich mit 3:2 beim 1. FSV Mainz 05 durch und reist entsprechend selbstbewusst zum Pokalduell. Bereits im Bundesliga-Spiel in Dortmund Anfang Oktober bewiesen die Gäste, dass sie auch nach einem Rückstand gefährlich bleiben. Damals holte Werder ein 0:2 auf und rettete ein 2:2. Unser Rückblick auf das 2:2 zwischen BVB und Bremen zeigt, warum Dortmund diesmal bis zum Schluss konzentriert bleiben muss.

Besondere Aufmerksamkeit verdient Bremens Offensive um Niclas Füllkrug. Der frühere Dortmunder kennt die Atmosphäre im Signal Iduna Park und ist im Strafraum ein gefährlicher Zielspieler. Für die BVB-Abwehr wird es wichtig sein, Flanken und zweite Bälle konsequent zu verteidigen.

BVB-Personal: Bensebaini gesperrt, Karetsas fällt aus

Trainer Niko Kovač hat vor dem Spiel mehrere Personalentscheidungen erläutert. Ramy Bensebaini fehlt wegen einer Pokalsperre. Für ihn soll Joane Gadou in die Startelf zurückkehren – das hat der Trainer ausdrücklich angekündigt. Auch Konstantinos Karetsas ist nach seiner Bandverletzung am rechten Fuß noch nicht einsatzbereit.

Carney Chukwuemeka konnte nach vorsichtiger Belastungssteuerung wieder trainieren und soll zum Kader gehören. Bei Ersatztorwart Alexander Meyer ist ein Einsatz dagegen wegen eines Infekts fraglich. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Emre Can und Giannis Konstantelias mit Kreuzbandverletzungen sowie Justin Lerma mit muskulären Problemen.

Die endgültige Startelf bleibt bis zur offiziellen Veröffentlichung offen. Kovač muss dabei auch die hohe Belastung berücksichtigen: Das Duell mit Werder ist bereits das sechste Pflichtspiel innerhalb von 19 Tagen.

Mögliche Aufstellung: Wie viel rotiert Kovač?

Eine denkbare Dortmunder Grundordnung ist das 3-4-2-1 mit Gregor Kobel im Tor. In der Dreierabwehr kommen Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck und der angekündigte Joane Gadou infrage. Auf den Außenbahnen bieten sich Julian Ryerson und Daniel Svensson an; im Zentrum sind unter anderem Felix Nmecha und Joey Veerman Optionen. Offensiv stehen beispielsweise Ethan Nwaneri, Maximilian Beier und Serhou Guirassy zur Verfügung.

Das ist ausdrücklich keine bestätigte Aufstellung. Nach den Reisen und den jüngsten Spielen kann Kovač auf mehreren Positionen rotieren. Die endgültige Mannschaft wird erst am Spieltag bekanntgegeben.

DFB-Pokal: Ausgeglichene Bilanz und eine besondere Geschichte

Achtmal trafen Dortmund und Bremen bislang im DFB-Pokal aufeinander, viermal setzte sich der BVB durch, viermal Werder. Die jüngsten drei Pokalduelle gingen an die Bremer. Der bislang letzte Vergleich im Februar 2020 endete im Achtelfinale mit einem 3:2 für Werder.

Aus Dortmunder Sicht bleibt das Pokalfinale 1989 unvergessen. Damals gewann Borussia mit 4:1 gegen Bremen und holte den Titel. Die Geschichte zeigt: Dieses Duell kann große Pokalabende hervorbringen – und bietet beiden Mannschaften zusätzliche Motivation.

Drei Schlüssel zum Weiterkommen

1. Die Chancen konsequenter nutzen

Dortmund hat gegen Frankfurt gezeigt, dass es sich Möglichkeiten erarbeiten kann. Im K.-o.-Spiel darf sich die Mannschaft aber nicht darauf verlassen, dass ein später Joker das Spiel noch entscheidet. Ein früher Treffer könnte die Partie deutlich erleichtern.

2. Werders Umschaltmomente und Füllkrug kontrollieren

Das 2:2 im letzten Ligaduell war eine Warnung. Bremen kann zurückkommen, selbst wenn Dortmund bereits komfortabel führt. Entscheidend sind eine stabile Restverteidigung, Aufmerksamkeit bei Standards und eine konsequente Arbeit gegen zweite Bälle.

3. Kräfte richtig einteilen – bis zur letzten Minute

Nach sechs Spielen in weniger als drei Wochen ist die Belastungssteuerung ein wichtiger Faktor. Kovač hat gegen Frankfurt mit seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen bewiesen. Im Pokal könnten frische Kräfte erneut entscheidend werden, insbesondere wenn die Partie über 90 Minuten hinausgeht.

Das erwartet die Fans im Signal Iduna Park

Ein Flutlichtspiel, ein bekannter Bundesliga-Rivale und die Chance auf das Achtelfinale: Die Voraussetzungen für einen intensiven Pokalabend sind gegeben. Anders als im Ligaalltag steht am Ende ein Sieger fest. Der BVB will seinen Heimvorteil nutzen, Bremen dagegen die jüngste positive Pokalbilanz gegen Dortmund fortsetzen.

MEIN09-Fazit: Favorit ja – Selbstläufer nein

Borussia Dortmund geht mit Heimvorteil und zwei Siegen in Folge in die zweite Pokalrunde. Doch Werder Bremen hat zuletzt ebenfalls gewonnen und erst vor wenigen Wochen bewiesen, dass es den BVB ärgern kann. Die Ausfälle und die hohe Belastung machen die Aufgabe zusätzlich anspruchsvoll.

Wenn Schwarzgelb seine Chancen besser verwertet, die Defensive stabil hält und über die gesamte Spielzeit konzentriert bleibt, stehen die Chancen auf das Achtelfinale gut. Einen Ergebnistipp sparen wir uns bewusst: Im Pokal zählt nur das Weiterkommen. Was glaubt ihr – wer wird heute zum entscheidenden Spieler? Diskutiert mit uns in der MEIN09-Community.

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