HEBC Hamburg gegen BVB: Gelingt Dortmund der souveräne Einzug in die zweite Runde?


Für Borussia Dortmund geht es Schlag auf Schlag. Nur wenige Tage nach dem erfolgreichen Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV wartet bereits die nächste Aufgabe in Hamburg. Am Dienstagabend trifft der BVB in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Oberligisten HEBC Hamburg.

Anstoß im Volksparkstadion ist am 1. September 2026 um 20:45 Uhr. Auf dem Papier ist die Rollenverteilung eindeutig: Borussia Dortmund reist als klarer Favorit nach Hamburg. Doch gerade im DFB-Pokal haben Außenseiter immer wieder gezeigt, wie unangenehm ein vermeintlich einfaches Spiel werden kann.

Für den BVB zählt deshalb vor allem eines: die Aufgabe von Beginn an ernst nehmen und möglichst souverän in die zweite Runde einziehen.

Wer die Partie live verfolgen möchte, findet in unserem Beitrag HEBC Hamburg gegen BVB live im TV und Stream alle Informationen zur Übertragung.

BVB reist mit Rückenwind nach Hamburg

Der Saisonstart ist Borussia Dortmund gelungen. Gegen den Hamburger SV gewann der BVB am Samstag mit 2:0 und legte damit einen erfolgreichen Auftakt in die neue Bundesliga-Saison hin.

Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte Dortmund eine überzeugende Leistung. Gleichzeitig war nach der Pause zu erkennen, dass noch nicht alles perfekt funktioniert. Gegen HEBC dürfte der BVB nun deutlich mehr Ballbesitz bekommen und über weite Strecken selbst das Spiel gestalten müssen.

Trainer Niko Kovač erwartet genau dieses Szenario. Der Gegner dürfte tief verteidigen und versuchen, über Konter oder Standards gefährlich zu werden. Dortmund müsse deshalb möglichst früh dafür sorgen, dass sich das Spiel in die gewünschte Richtung entwickelt.


Wie wir den 2:0-Erfolg zum Bundesliga-Auftakt gesehen haben, lest ihr in unserem Spielbericht zu BVB gegen HSV.

Kovač kündigt Rotation an

Gegen den Oberligisten wird es Veränderungen in der Dortmunder Startelf geben. Niko Kovač hat bereits angekündigt, dass er im Pokal rotieren möchte.

Eine Veränderung steht sogar schon fest: Alexander Meyer wird für Gregor Kobel im Tor stehen. Für Meyer ist das eine besondere Partie. Er stammt aus Bad Oldesloe und spielte mehrere Jahre im Nachwuchs sowie für die zweite Mannschaft des Hamburger SV. Im Volksparkstadion war er früher sogar als Balljunge im Einsatz.

Auch auf weiteren Positionen sind Wechsel denkbar. Angesichts des engen Terminplans bietet sich die Partie an, Spielern Einsatzzeit zu geben, die gegen den HSV nicht oder nur kurz zum Einsatz gekommen sind.

Trotzdem sollte Dortmund nicht zu viel auf einmal verändern. Der Pokal verzeiht schließlich keinen schlechten Abend.

Diese Spieler fehlen dem BVB

Definitiv nicht dabei sein wird Ramy Bensebaini. Der Verteidiger ist nach seiner Roten Karte im Supercup für zwei Spiele im DFB-Pokal gesperrt.

Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Emre Can und Nico Schlotterbeck. Besonders bitter ist außerdem der Ausfall von Giannis Konstantelias. Der Grieche hatte bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den HSV eine starke erste Halbzeit gespielt und sein erstes Tor für Borussia Dortmund erzielt, verletzte sich anschließend jedoch schwer am Knie. Nach Angaben des BVB hat er sich das Kreuzband gerissen und wird auf unbestimmte Zeit fehlen.

Gerade deshalb könnte Kovač gegen HEBC weitere Varianten in der Offensive ausprobieren.

HEBC erlebt das größte Spiel seiner Vereinsgeschichte

Für HEBC Hamburg ist diese Partie alles andere als ein gewöhnliches Pokalspiel.

Der Hamburger Oberligist gewann im Mai erstmals den Hamburger Pokal und qualifizierte sich damit für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. HEBC spielt normalerweise auf dem Professor-Reinmüller-Platz, der lediglich rund 2.500 Zuschauern Platz bietet.

Für das Duell mit Borussia Dortmund zieht der Verein deshalb ins deutlich größere Volksparkstadion um. Bereits mehrere Tage vor dem Spiel waren rund 39.400 Eintrittskarten verkauft.

Sportlich verlief der Start in die neue Oberliga-Saison dagegen durchwachsen. Nach fünf Spielen stehen für HEBC zwei Siege und drei Niederlagen zu Buche. Im Hamburger Landespokal ist der Titelverteidiger bereits ausgeschieden.

Gegen den BVB hat der Außenseiter nichts zu verlieren – und genau das macht solche Pokalspiele gefährlich.

Premiere zwischen HEBC und Borussia Dortmund

Eine weitere Besonderheit: HEBC Hamburg und Borussia Dortmund treffen zum ersten Mal überhaupt aufeinander.

Für HEBC ist es erst die zweite Teilnahme am nationalen Pokalwettbewerb. Die erste liegt mehr als 90 Jahre zurück. Bereits 1935 nahm der Hamburger Klub am damaligen Tschammerpokal teil, schied dort allerdings in der ersten Runde aus.

Borussia Dortmund verfügt dagegen über eine lange Pokaltradition. Fünfmal gewann der BVB den DFB-Pokal.

Auch die jüngere Erstrundenbilanz spricht eindeutig für Schwarzgelb: Seit 2006 hat Dortmund jedes Erstrundenspiel im DFB-Pokal überstanden. Das bislang letzte Aus zum Auftakt gab es 2005 beim damaligen Zweitligisten Eintracht Braunschweig.

Diese Serie soll in Hamburg natürlich weitergehen.

Pokalabend vor großer Kulisse

Dass ein Erstrundenspiel im Volksparkstadion eine besondere Atmosphäre entwickeln kann, kennt Borussia Dortmund bereits.

2024 spielte der BVB dort gegen Phönix Lübeck. Damals kamen 50.971 Zuschauer, darunter zahlreiche Dortmunder Fans. Borussia gewann die Partie mit 4:1.

Auch gegen HEBC dürfte es wieder viele schwarzgelbe Anhänger nach Hamburg ziehen. Für einen Oberligisten ist eine solche Kulisse außergewöhnlich – und möglicherweise genau die zusätzliche Motivation, die HEBC braucht.

Dortmund sollte deshalb von der ersten Minute an klarstellen, wer das Spiel kontrolliert.

Unsere mögliche BVB-Aufstellung gegen HEBC

Durch die angekündigte Rotation ist die Startelf diesmal schwieriger vorherzusagen als normalerweise.

Fest steht lediglich Alexander Meyer im Tor. Auf weiteren Positionen dürfte Kovač Spielern eine Chance geben, die gegen den HSV weniger Einsatzzeit bekommen haben.

Entscheidend wird weniger sein, welche elf Spieler beginnen, sondern mit welcher Einstellung Dortmund in die Partie geht. Selbst eine veränderte BVB-Mannschaft verfügt individuell über deutlich mehr Qualität als der Oberligist.

Gerade deshalb erwarten wir, dass Dortmund früh die Kontrolle übernimmt, HEBC nicht unnötig ins Spiel kommen lässt und seine Chancen konsequent nutzt.

Unser Mein09-Tipp: HEBC Hamburg – BVB

Natürlich ist Borussia Dortmund der klare Favorit. Alles andere als der Einzug in die zweite Runde wäre eine riesige Überraschung.

Wir erwarten allerdings einen hochmotivierten Gegner, der gerade in der Anfangsphase versuchen wird, das Spiel möglichst lange offen zu halten. Je länger HEBC ohne Gegentor bleibt, desto größer dürfte der Glaube an die Sensation werden.

Deshalb wäre ein frühes Dortmunder Tor besonders wichtig.

Unser Mein09-Tipp: HEBC Hamburg 0:4 Borussia Dortmund.

Der BVB setzt sich am Ende souverän durch und zieht ohne großes Pokaldrama in die zweite Runde ein.

Mein09-Fazit

Für HEBC Hamburg ist es eines der größten Spiele der Vereinsgeschichte. Für Borussia Dortmund ist es dagegen eine Partie, bei der ausschließlich das Weiterkommen zählt.

Der Qualitätsunterschied ist enorm. Trotzdem muss der BVB konzentriert auftreten und verhindern, dass aus einem vermeintlich einfachen Pokalabend eine unangenehme Partie wird.

Nach dem erfolgreichen Bundesliga-Start bietet das Spiel gleichzeitig die Gelegenheit, weiteren Spielern Einsatzzeit zu geben und mit einem zweiten Pflichtspielsieg in Folge zusätzlichen Schwung für die kommenden Wochen mitzunehmen.

Jetzt seid ihr gefragt: Wie geht das Pokalspiel aus? Schreibt uns euren Tipp! 🖤💛

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